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Schmarotzer - Juli

Die Leinblätter wachsen überwiegend auf nährstoffarmem und trockenem Offenland, wie zum Beispiel auf Trocken-, Steppen- und Magerrasen. Da derartige Standorte in Mitteleuropa zunehmend seltener werden, gehen auch die entsprechenden Lebensräume und Wuchsorte verloren. Einige Arten kommen zumindest gelegentlich auch in Wäldern vor, wenn auch meist nur in lichten und trockenen (Kiefern-) Wäldern. Der noch häufigste Vertreter der Gattung ist das Berg-Leinblatt (Thesium bavarum). Schon äußerlich erscheint es etwas robuster als seine nächsten Verwandten. Dazu trägt die maximale Höhe bis zu 80 Zentimeter bei. Auch die bis zu 7 Millimeter breiten Blätter fallen größer aus als bei den anderen Arten. Gleiches gilt für den Blütenstand. Das Berg- Leinblatt tritt auch innerhalb oder am Rand von lichten Trockenwäldern auf. Dort wächst es häufig gemeinsam mit dem Blutroten Storchschnabel (Geranium sanguineum) und dem Hirschwurz-Haarstrang (Peucedanum cervaria). Weitgehend begrenzt auf das Alpen- und Voralpengebiet ist das Vorkommen des Geschnäbelten Leinblattes (Thesium rostratum). Dort wächst es vor allem in lichten Kiefernwäldern.

Eine ganz andere geografische Verbreitung besitzt das Vorblattlose Leinblatt (Thesium ebracteatum). Diese östlich-kontinentale Art ist noch im Norden Deutschlands anzutreffen, der westlichen Grenze ihres Verbreitungsraums. Sie wächst dort ausschließlich auf saueren Sandböden, vor allem auf Sand- und Trockenrasen, stellenweise aber auch in Kiefernwäldern. Das Geschäbelte wie auch das Vorblattlose Leinblatt unterscheiden sich von den übrigen Leinblättern dadurch, dass ihre Blüten nur ein und nicht jeweils drei Tragblätter besitzen. Mit Ausnahme des Berg- Leinblatts (Thesium bavarum) stehen alle fünf anderen Arten bundes- und landesweit auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzarten. Alle Leinblattarten sind Halbschmarotzer ohne spezifische Wirtspflanze. Sie entziehen ihrem Wirt im Wurzelbereich Nährstoffe.

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