Anmelden

Einloggen

Username
Password *
an mich erinnern
Aktuelle Seite: HomeArchiv

Wachtelweizenarten (Melampyrum spec.)

Gleich mehrere Arten der Wachtelweizenkönnen in Wäldern und an Waldrändern angetroffen werden. Alle Vertreter der Gattung sind einjährige Halbschmarotzer, die mit Hilfe von Saugvorrichtungen ihrer Wurzeln an den Wurzeln anderer Arten, insbesondere Fichten, schmarotzen. Am häufigsten von ihnen kommt in Mitteleuropa der Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense) vor, wobei der deutsche wie auch der wissenschaftliche Name irreführend sind, da die Pflanze in Laub-, Misch- und Fichtenwäldern wächst. Sie bevorzugt dabei trockene und saure Standorte. Die gelblichen, bis zu zwei Zentimeter großen Blüten zeichnen sich durch eine keulenförmige Gestalt und eine lange Kelchröhre aus, wobei die Blüten einseitswendig ausgerichtet sind.

Weiterlesen: Schmarotzer - Dezember

Mistel (Viscum album)

Eine in der mitteleuropäischen Flora beinahe einzigartige Stellung besitzt die Mistel (Viscum album). Als (in den meisten Regionen) einige verholzende heimische Pflanzenart gehört sie zu den (Halb-) Schmarotzern. Als Halbschmarotzer verfügt sie über grüne (chlorophyllhaltige) Blätter, die photosynthetisch aktiv sind.

Durch ihre Existenz und Lebensweise in den Kronen von Bäumen wie auch aufgrund ihrer wintergrünen Erscheinung hat sie wohl schon seit urdenklichen Zeiten die Fantasie der Menschen angeregt. Entsprechend finden wir sie auch in der Mythologie verschiedener Kulturkreise, bis hin zu einem populären Comic. Offensichtlich sind in diesen vor- und frühgeschichtlichen Erzählungen zwei „Misteln“ nicht immer ausreichend unterschieden worden.

Weiterlesen: Schmarotzer - August

Läusekrautarten (Pedicularis)

Die Gattung der Läusekräuter (Pedicularis) ist eine besonders artenreiche. Beschränkt auf die Nordhalbkugel mit einem Verbreitungsschwerpunkt in China umfasst sie ungefähr 500 bis 600 Arten. Zumindest die mitteleuropäischen Arten kann man wahrlich nicht als Waldpflanzen bezeichnen. Vielmehr wachsen sie vor allem auf offenen nährstoffarmen Standorten, wobei sie genauso trockene wie auch nasse Lebensräume besiedeln. Dabei hilft ihnen ihre Fähigkeit, als Halbschmarotzer ihren Wirtspflanzen Nährstoffe und Wasser zu entziehen. Viele Arten der Gattung bevorzugen dabei kühle Hochgebirgslagen. Bei manchen Arten ist die Bindung an Offenlandstandorte so eng, dass im Umkehrschluss Beständen innerhalb von Waldflächen ihre Ursprünglichkeit abgesprochen wird.,

Weiterlesen: Schmarotzer - Juni

Leinblatt (Thesium spec.)

Trotz den sehr ähnlichen Namen besteht zwischen den Gattungen der Leinblätter (Thesium), der Leinkräuter (Linaria) und des Leins (Linum) keine nähere Verwandtschaft. Alle gemeinsam besitzen nur relativ schmale lineal-lanzettförmige und kahle Blätter – ein Merkmal, das wohl auch zu den ähnlich klingenden deutschen Namen geführt hat. Daraufhin deutet auch ein weiterer umgangssprachlicher Name des Leinblattes: Bergflachs.

Im deutlichen Unterschied zu den anderen beiden Gattungen schmücken die Leinblätter aber keine durch Farbe, Größe und Gestalt auffälligen Blüten. Ganz im Gegenteil muss man sie als sehr unscheinbar bezeichnen. Die weißlichen vier- bis fünfzipfligen Blüten erreichen nur eine Größe von wenigen Millimetern. Damit passen sie gut zu den ebenfalls nur wenige Millimeter breiten Blättern.

 

Weiterlesen: Schmarotzer - Juli

Klappertopfarten (Rhinanthus spec.)

Noch strengere Offenlandbewohner und Wiesenpflanzen als die Augentrost- (Euphrasia) sind die Klappertopfarten (Rhinanthus). Als Waldpflanzen kann man sie wirklich nicht bezeichnen. Im Wald dürften sie nur auf entsprechend geeigneten Waldwiesen vorkommen oder ab und zu im Bereich sonniger Waldsäume. Hauptsächlich wachsen sie auf Wiesen und Halbtrockenrasen, einige Arten auch auf Äckern. Vollständigkeitshalber, da es in unserer heimischen Flora nicht allzu viele Gattungen von Schmarotzern gibt, sei auch diese Pflanzengattung erwähnt.

Früher hatten die Klappertopfarten den Ruf von Wiesenunkräutern. Dies hing einerseits sicher mit ihrer Lebensweise zusammen: Die Wirtspflanzen der Halbschmarotzer sind ja vor allem ebenfalls (Futter-) Gräser. Vielleicht spielte aber noch mehr die Tatsache eine Rolle, dass die Pflanzen aufgrund ihres Aucubingehaltes für Menschen zwar nur schwach giftig wirken, Pferde aber darauf sehr empfindlich reagieren.,

Weiterlesen: Schmarotzer - Mai

Seite 1 von 7

Nach oben