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FBG Westmittelfranken

Farne - Dezember

Sumpffarn (Thelypteris palustris)

Wie kaum ein anderer Lederfarn vermag der Sumpffarn nasse Standorte zu besiedeln und sogar eine längere flache Überstauung zu ertragen. Seine Anpassung an diese besonderen Standortverhältnisse geht sogar so weit, dass er imstande ist, eigene (vereinfachte) Unterwasserblätter auszubilden.

Bevorzugte Wuchsorte sind einerseits Erlenbruchwälder – für eine Ausprägung derselben gilt er auch als Zeigerpflanze – daneben Großseggenriede, moosreiche Röhrichtbestände, Schwingrasen und brachgefallene Feuchtwiesen. Diesen Vorkommen entsprechend gilt er als Staunässezeiger.

Aufgrund seines weit kriechenden Rhizoms sind seine Blätter nicht wie bei den meisten anderen heimischen Farnarten in einer Rosette angeordnet, sondern wachsen mehr oder weniger entfernt zueinander einzeln, aber aufrecht. Dies ergibt ein für den Sumpffarn charakteristisches Wuchsbild, wodurch er sich schon von weitem von vielen anderen Farnarten unterscheidet. Die hellgrünen, bis zu 50 Zentimeter langen Blätter sind dünn und wirken zart.

Aufgrund des Rückgangs seiner bevorzugten Biotope, zum Beispiel durch Entwässerung, gilt der Sumpffarn als bestandsgefährdet und steht auf der Roten Liste. Verstärkt wird diese Entwicklung nicht zuletzt dadurch, dass sich seine Hauptverbreitungsgebiete in tieferen Lagen befinden, die von den Auswirkungen und der Dynamik der Siedlungserweiterungen und der Industrialisierung besonders betroffen sind. Die Besiedlung neuer Standorte geschieht heutzutage offensichtlich nur selten, vielleicht auch deshalb, weil es nur selten zur Ausbildung von Sporen kommt.

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